Wappenbeschreibung gemäß Genehmigungsurkunde:
Über erhöhtem goldenen Schildfuß, darin ein roter Balken, in Grün durch einen silbernen Pfahl gespalten, vorne eine silberne Kapelle, hinten eine silberne Mauer mit einer sprudelnden Quelle.
Wappenbegründung:
Der Schildfuß nimmt Bezug zum ehemaligen Gallscheider Gericht (Siegelüberlieferung: LHA Koblenz, Best. 133 Nr. 187 vom Jahre 1672) mit Ergänzung aus dem Wappen derer von Schöneck (roter Balken in Gold). Die Kapelle versinnbildlicht die schon 1719 im Lagerbuch der Gemeinde erwähnte strohbedeckte erste Kirche (Literatur: LHA Koblenz Nr. 14796). Die Mauer verweist auf die mit Bruch- und Zielgelsteinen bestehenden Kellermauern einer römischen Villa in der Gemarkung (Literatur: Bonner Jahrbücher 1873 - 75 Nr. 53/54 Seit 314 ff und in "Zwischen Rhein und Mosel - Kreis St. Goar" von Franz Josef Heyen Seite 25). Die Quelle soll das Wasser für die Bewohner des Gebäudes geliefert haben und wurde erst in den Fünfziger Jahren in eine Drainage abgeleitet. Der Pfahl symbolisiert die Karrenstraße, ein aus vorrömischer Zeit stehender Weg, der von Lingerhahn nach Oberwesel an den Rhein und nach Treis an die Mosel führte (Literatur: J. Hagen "Römerstraßen der Rheinprovinz" Nr. II 375/8 Seite 456).
Ortsinformationen:
Von der A 61, Abfahrt Laudert, sind es nur 4 km bis Lingerhahn. Neben der verkehrsgünstigen Lage beitet der anerkannte Erholungsort seinen Einwohnern und Gästen eine beachtliche Lebensqualität. Kindergarten, Getränkehandel, Raiffeisenmart und nicht zuletzt auch noch ein gemütliches Gasthaus, sind längst nicht mehr in jedem Dorf dieser Größenordnung zu finden. Erwähnenswert ist der schön gelegene Campingplatz "Am Mühlteich", welcher im Wettbewerb "Vorbildliche Campingplätze in der Landschaft" schon als Landes- und Bundessieger ausgezeichnet wurde. Im Januar feiert man in Lingerhahn zu Ehren des Schutzpatrons "St. Sebastian" die Kirmes und auch im übrigen Jahr sorgen die Vereine für ein kulturelles, sportliches und geselliges Angebot. Nach der Fertigstellung des Radweges Simmern - Emmelshausen, welcher über die ehemalige Gleisstrecke der Hunsrückbahn führt, lernen viele Radsprortfreunde Lingerhahn kennen.