Abwasserwerk

Allgemeines

 

Unter dem Stichwort "Abwassergebühren" finden Sie im Bürgerinformationssystem der Verbandsgemeinde Emmelshausen die aktuellen Entgeltsätze (Gebühren und Beiträge) mit Ansprechpartner sowie die "Entgeltsatzung" mit den Online-Formularen "Absetzungsantrag" und "Erfassungsbogen Oberflächenwasser" sowie die "Allgemeine Entwässerungssatzung".

Dort werden auch Fragen zu folgenden Themen beantwortet:

  • Instandhaltung von Hausanschlüssen
  • Niederschlagswasserbewirtschaftung
  • Rückstausicherung

     


  • Entwicklung und Stand der Abwasserbeseitigung in der Verbandsgemeinde Emmelshausen

    Die Verbandsgemeinde Emmelshausen umfasst 25 Ortsgemeinden mit insgesamt 14.818 Einwohnern mit Hauptwohnsitz (Stand: Juli 2010). Hiervon sind z.Zt. 99,3 % über eine öffentliche Kanalisation (Gesamtlänge der Kanäle rd. 182 km) an einer der neun  biologischen Kläranlagen im Verbandsgemeindegebiet angeschlossen.

    TSM-Zeichen22,8 % der Einwohner entwässern über eine Trennkanalisation,  76,5 % entwässern über eine Mischkanalisation. Die Abwasserentsorgung/-reinigung der nicht an eine öffentliche Kanalisation angeschlossenen Grundstücke erfolgt über 17 biologische Klein- und Pflanzenkläranlagen sowie Sammlung in  Fäkalgruben mit regelmäßiger Ausfuhr und Verbringung über die Kläranlage Ehrbachtal.

    Nach wie vor zählt die Abwasserbeseitigung zu den wichtigsten ökologischen Aufgabenfeldern der Verbandsgemeinde Emmelshausen. Dabei macht die hügelige Lage des Vorderhunsrücks, mit Tälern hin zur Mosel und zum Rhein, und die relativ großen Entfernungen zwischen den einzelnen Ortschaften viele externe Lösungen erforderlich, die der Verbandsgemeinde enorme Investitionen fürs Abwasser abverlangen.
    So wurden seit 1986 bis einschießlich 2008 insgesamt weit über 30 Mio. EUR von der Verbandsgemeinde Emmelshausen in öffentliche Abwasseranlagen investiert und somit in unsere gemeinsame Zukunft. Es gilt die Lebensgrundlagen zu schützen.

    Ohne eine geordnete Abwasserbeseitigung in den Gemeinden kann es keine kommunale Entwicklung geben. Wenn die Kanäle und Kläranlagen nicht entsprechend den ökologischen Anforderungen und Umweltgesetzen vorhanden sind, fehlt die Grundlage für die Ausweisung von Gewerbegebieten mit den dazugehörigen Arbeitsplätzen, für die Schaffung von Neubaugebieten und die Entwicklung des Umlandes.

    In den nächsten Jahren wird im Abwasserbereich die Sanierung vorhandener Abwasseranlagen im Vordergrund stehen. In den 50er und 60er Jahren wurden zahlreiche Kanäle gebaut. Ihre Lebensdauer läuft in den kommenden Jahren aus. Schäden werden immer häufiger. Aus wirtschaftlicher Vernunft und ökologischer Notwendigkeit muss das Abwasserwerk rechtzeitig sanieren, sonst drohen Totalschaden und hohe Neubaukosten. Da dieser gewaltige Sanierungsbedarf - in der Verbandsgemeinde Emmelshausen ca. 40 km - schon allein aus finanziellen Gründen nur langfristig abgebaut werden kann, müssen Sanierungskriterien definiert werden, die gewährleisten, dass jeweils die wasserwirtschaftlich wirksamsten Maßnahmen vorranigig durchgeführt werden.

    Am 24.01.2008 wurde zur weiteren Zukunftssicherung der Abwasserbeseitigung der Verbandsgemeinde Emmelshausen in technischer, organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht ein Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) durch Experten der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) erfolgreich abgeschlossen. Mit dieser Zertifizierung wird zum einen die technische Sicherheit in höchstmöglichen Maße gewährleistet, als auch das Risiko eines Organisationsverschuldens minimiert. Es dient damit nicht nur der Weiterentwicklung des Betriebes, sondern insbesondere dem Wohl seiner Mitarbeiter und seiner Kunden.

     
    Kontakt

    Schneider, Jürgen
    Telefon:
    06747/121-30
    E-Mail: 
    abwasserwerk@emmelshausen.de